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Air Berlin in der Krise: es stehen mehr als nur 9000 regionale Jobs auf dem Spiel

Als zweitgrößte Airline in Deutschland steht Air Berlin vor einem Schuldenberg und hat noch immer kein Konzept für die zukünftige Entwicklung. Nun könnte der größte Anteilseigner neues Geld ins Unternehmen einbringen.

Quelle:flickr.com/ Aero Icarus CC BY-SA 2.0 DE

Air Berlin. Quelle:flickr.com/ Aero Icarus CC BY-SA 2.0 DE

Zum zweiten Mal wurde die Pressekonferenz des Unternehmens verschoben, dort sollten Neuigkeiten über die Zusammenarbeit mit Etihad bekanntgegeben und die Bilanz vorgelegt werden. Neuer Termin ist Ende April. Bis dahin wird ein Konzept erstellt, wie die stark verschuldete Airline in den kommenden Jahren Gewinne abwerfen soll, so die Unternehmenszentrale.

Eine Pleite könnte nicht nur die 9000 regionalen Jobs bei Air Berlin kosten, sondern auch den Umsatz der Flughäfen-Betreibergesellschaft BFG. Von den rund 26 Millionen Berliner Passagieren flog jeder dritte mit mit der Airline. Deshalb sind alle Beteiligten besorgt über die Ergebnisse der Gespräche zwischen dem Air Berlin-Chef Wolfgang Prock-Schauer und Etihad Airways, dem größten Anteilseigner.

Experten spekulieren über ein verstärktes Engagement bei Air Berlin durch schnell wachsende Etihad. Etihad Airways eine staatliche Fluglinie aus Abu Dhabi und hält derzeit 30 Prozent der Anteile. Diese Anteile könnten auf 50 augestockt werden und mit frischem Geld das Unternehmen auf einen neuen Kurs gebracht werden. Mit einer Übernahme könnte die arabische Etihad über Umwege auf die begehrten Landerechte von Air Berlin zugreifen. Denn zu den gefragten Orten im Westen blieb ihr der Zugang aufgrund von politischen Druck durch etablierte Airlines bisher verweigert.

Die Klage von Air Berlin gegen BFG

Ein neuer Termin ist in den Verhandlungen um die Klage zur verschobenen Eröffnung des BER bekannt geworden. Laut dem Gerichtssprecher Frank Tiemann wurde dieser für den 4. Juni anberaumt. Die Airline fordert von der Flughafengesellschaft BFG Schadensersatz in Höhe von 48 Millionen Euro. Im ersten Termin im Januar wurde bezweifelt, ob es einen Vertrag zwischen Air Berlin und BFG gegeben hatte. Beide Seiten stimmten gegen einen Vergleich und wollten die Schadenersatzansprüche nun vor Gericht klären lassen.

Quellen: n-tv / Berliner Morgenpost / FR

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