Alstom: Siemens / MHI bieten 2.000 Jobs und erhöhen auf 14,6 Milliarden Euro

Quelle:flickr.com/ Clem CC BY-SA 2.0 DE
TGV Hersteller Alstom könnte mit der Siemens-Zugsparte zu einem Riesen der Branche werden. Quelle:flickr.com/ Clem CC BY-SA 2.0 DE

Im Kampf um die Übernahme der Alstom-Gasturbinensparte legen Siemens und MHI mit 1,2 Milliarden Euro nach und versprechen 2.000 neue Jobs. Um insgesamt 2,25 Milliarden Euro übertrifft nun der Baranteil das GE-Angebot, die nun nachlegen müssen. Im vergangenen Jahr war bei Altom der Gewinn um 556 Millionen Euro zurückgegangen, in der Politik bangt man vor einem Stellenabbau bei Alstom.

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TGV Hersteller Alstom könnte mit der Siemens-Zugsparte zu einem Riesen der Branche werden. Quelle:flickr.com/ Clem CC BY-SA 2.0 DE

Im Poker um den französischen Konzern Alstom haben Siemens und Mitsubishi Heavy Industries (MHI) ihr Angebot erhöht und bieten nun einen Bar-Anteil von 8,2 Milliarden Euro. Zuvor lag die Offerte noch 1,2 Milliarden niedriger. Damit wird aber nicht nur die Energiesparte von Alstom mit 14,6 Milliarden Euro neu bewertet, auch zu weiteren Zugeständnissen sei man bereit. Vor allem wolle man Alstom als unabhängigen Anbieter im Energie- und Transportgeschäft stärken, so eine Pressemitteilung.

Im vergangenen Jahr hatte Alstom mit 20,3 Milliarden Euro Umsatz einen Gewinnrückgang von 556 Millionen Euro erlebt. Von Seiten der Politik dürfte also eines der größten Argumente für die Übernahme durch Siemens und MHI die rund 2.000 neuen Arbeitsplätze sein, die hierbei geschaffen würden. Im Kern geht es darum, dass sich MHI an Alstom beteiligt und Siemens die Gasturbinensparte übernimmt. Die Bahnsparte von Siemens mitsamt der Produktion des ICE geht bei der geplanten Übernahme an Alstom.

GE muss sein Alstom Angebot nachbessern

Doch auch der ebenfalls an einer Übernahme interessierte US-Konzern General Electrics (GE) muss nun sein Angebot von 12,35 Milliarden Euro nachbessern. So solle dessen Signaltechnik Sparte an Alstom gehen, die Firmenzentral für das Netzgeschäft, die Wasserkraft und Dampfturbinen in Frankreich angesiedelt werden. GE ist ebenso wie seine Konkurrenten an der Übernahme der Energiesparte interessiert.

In der Politik rechnet man bei der Übernahme durch GE mit Stellenabbau, was ein Grund für Staatspräsident François Hollande war zu intervenieren. Alstom Konzernchef Patrick Kron reagierte jüngst und sagte am Donnerstag, dass „Am Ende des Tages, auch wenn es gelegentlich anders aussieht, [..] die Aktionäre entscheiden“. Alstom hatte bisher mit der Übernahme durch GE geliebäugelt.

Quellen: Zeit / Spiegel Online / Süddeutsche

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