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Ausgaben für Arbeitslose um die Hälfte gefallen: Deutschland auf Spitzenposition in Europa

Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IBA), haben sich die Aufwendungen für Arbeitslosigkeit innerhalb von 10 Jahren fast halbiert. Die Arbeitsmarktreformen und der Aufschwung in Deutschland soll die öffentlichen Haushalte in 2013 um rund 37,70 Milliarden Euro entlastet haben.

Quelle:flickr.com/ Luke Ratzlaff CC BY-SA 2.0 DE

Quelle:flickr.com/ Luke Ratzlaff CC BY-SA 2.0 DE

Die Bundesagentur, der Bund sowie die Rentenkassen hatten vor elf Jahren noch 91,5 Milliarden Euro für Arbeitslosigkeit aufgewendet. Nun berichten die Forscher des IBA, dass im Jahr 2012 nur noch 53,8 Milliarden Euro fällig waren und damit die Belastung von 4,3 Prozent des Bruttosozialproduktes auf 2 Prozent sinken konnte. Die Ausgaben pro Arbeitslosen blieben allerdings fast unverändert bei 18.600 Euro.

Details der Studie

Die erhobenen Kosten setzen sich aus den Ausgaben für Arbeitslosengeld I und II zusammen und berücksichtigen Einnahmeausfälle bei Steuern und Sozialbeiträgen als Folge von Arbeitslosigkeit. Die Studie hebt Deutschland als positives Beispiel in Europa hervor und kommt zu dem Schluss, dass “die Arbeitsmarktreformen und die streckenweise bessere Wirtschaftsentwicklung” zu diesem Verlauf beigetragen haben.

Im Jahr 2012 waren in Deutschland rund 2,9 Millionen Menschen arbeitslos, etwa 2 Millionen weniger als in 2003. Bei der Einschätzung zukünftiger Entwicklung bleiben die Forscher eher skeptisch, da ein weiterer Rückgang der Arbeitslosenquote nicht zu erwarten sei und in 2013 sich dieser Trend bereits abzeichnete. Um mehr Menschen in Lohn und Brot zu bringen, seien besonders besser Maßnahmen zur Qualifizierung heutiger Arbeitsloser, sowie eine verstärkte Betreuung und Prävention notwendig. Gerade bei Berufseinsteigern seit Qualifikation durch das Bildungssystem entscheidend.

Ungleichmäßige Verteilung in den Ländern

Laut dem Focus Online zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln), dass die Verteilung der Arbeitslosenquote stark Landes und Regionen abhängig ist. So hat der Osten den Westen beim Rückgang der Arbeitslosenzahlen stark abgehängt. Während in Westdeutschland die Quote seit 2008 nur um 0,4 Prozent auf sechs Prozent zurück ging, waren es im Osten im Schnitt 2,8 Prozent. Ohne Berlin fällt der Stand unter zehn Prozent und damit auf den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung. Ein gewichter Grund hierfür sei der demographische Wandel. Gerade junge Menschen unter dreißig ziehen für bessere Jobaussichten aus der Region. Fehlen Fachkräfte, dann schrumpft die Wirtschaft, was den Trend wiederum verstärkt.

So gibt es stark unterschiedlich regionale Gewinner und Verlierer, teils abhängig von einem einzelnen großen Arbeitgeber. Im Westen war gerade Bayern ein Jobmotor dank den zuvor eher schwächeren Regionen Oberfranken, Oberpfalz und Niederbayern.

Quellen: FAZDie Welt / Focus

 

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