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Bundesbank: Mehr Lohn gegen die Inflation

Der Chefvolkswirt der Bundesbank Jens Ulbrich sagte, dass sich ein stärkerer Anstieg von Löhnen positiv auf die Inflation auswirken und die EZB unterstützen könnte. Bereits jetzt gehen Experten von Steigerungen von 3,1 Prozent aus, über 50 Prozent der Deutschen stehen bereits besser als in den letzten drei Jahren.

Quelle:flickr.com/blu-news.org CC BY-SA 2.0 DE

Chefvolkswirt der Bundesbank Ulbrich plädiert für höhere Löhne. Quelle:flickr.com/ blu-news.org CC BY-SA 2.0 DE

Der Chefvolkswirt der Bundesbank Jens Ulbrich sagte gegenüber dem Spiegel, dass sich ein stärkerer Anstieg von Löhnen und Gehältern positiv auf die aktuellen Ziele der Europäischen Zentralbank auswirken könnten. In der jüngeren Vergangenheit hätten sich die Tarifparteien häufig bei Lohnforderungen verantwortungsvoll zurückgehalten. Für Kampf der EZB gegen die Inflation sei das aber nun hinderlich.

Vor dem Hintergrund der aktuellen konjunkturellen Lage in Deutschland und der vergleichsweise niedrigen Arbeitslosigkeit beurteilt Ulbrich die Durchsetzbarkeit gut. Allerdings sei für die deutsche Notenbank die die Preisstabilität der einzig wichtige Maßstab um das zu beurteilen. Ganz gleich Ulbrich es begründet, die Gewerkschaften und vor allem die Arbeitnehmer wird seine Aussage freuen.

Der Trend belegt die Forderungen der Bundesbank

Die aktuellen Zahlen in Deutschland sprechen bereits für einen Trend zu besseren Lohnabschlüssen. So kam die eher gewerkschaftsnahe Hans-Böckler Stiftung in einer Rechnung im ersten Halbjahr zu Tarifsteigerungen von durchschnittlich 3,1 Prozent. Für das erste Quartal belegen die Erhebungen des Statistischen Bundesamtes diese Zahlen. So seien die Löhne im ersten Quartal 2014 so stark gestiegen, wie seit drei Jahren nicht mehr.

Auch von Seiten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) erhält Ulbrich Unterstützung. Der Präsident des DIW Marcel Fratzscher sprach sich ebenfalls für höhere Tarifabschlüsse aus. So seien in den letzten 15 Jahren die Reallöhne von der Hälfte aller Arbeitnehmer gefallen.

Quellen: Spiegel Online / n-tv / AZ

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