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Der IWF verständigt sich auf neue Wachstumsziele

Bei der Frühjahrstagung des IWF einigten sich die Vertreter der Länder und die Notenbanken auf eine Linie des nachhaltigen Wachstums und auf mehr Verständigung. Obwohl die Finanzkrise weltweit überwunden scheint, müsse nun gegen hohe Arbeitslosigkeit und neue Turbolenzen vorgegangen werden.

Quelle:flickr.com/ Center for Global Developement CC BY-SA 2.0 DE

IWF-Chefin Christine Lagarde. Quelle:flickr.com/ Center for Global Developement CC BY-SA 2.0 DE

Washington. Bei der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) haben sich nach Jahren der Krisenabwehr nun die Finanzminister und Chefs der Notenbanken für neue Wachstumsziele ausgesprochen. Im Abschlusspapier zum Treffen heißt es von seien des IWF-Lenkungsausschusses (IMFC), dass nachhaltiges Wachstum und die weitere Stabilisierung der Wirtschaft in Zukunft priorisiertes Ziel werden soll, der Abbau von Arbeitslosigkeit steht dabei im Vordergrund.

Es gäbe immer noch globale Risiken und Abwärtstrends, was man an den jüngsten Turbolenzen an den Kapitalmärkten und niedrigen Inflationsraten in großen Volkswirtschaften ablesen könne. Ebenso die hohe Staats-Verschuldung und die Krim-Krise gäben Anlass zur Sorge. Großes Lob gab es hingegen für Griechenland, dass aus der Finanzkrise den Weg zurück an die Märkte schaffte – ein Erfolg der Strukturreformen und der IWF-Kredite, so die IWF-Direktorin Christine Lagarde.

Das Risiko der Deflation

Die Mitglieder des IWF sehen die niedrigen Inflationsraten in Europa als Problem und riefen die Europäische Zentralbank (EZB) zum Handeln auf. Die Geldpolitik müsse weiter gelockert werden und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, um eine Deflation in jedem Falle zu vermeiden. EZB-Chef Mario Draghi beteuerte, dass die Notenbank die Entwicklungen in Europa genau verfolge. Gerade vor zwei Wochen war Draghi von vielen Seiten mit der Aussage in die Kritik geraten, die EZB würde im äußersten Härtefall auch wieder Wertpapiere kaufen.

Der IMFC sprach sich auch dafür aus, die Schritte der großen Notenbanken besser auf einander abzustimmen und besser zu kommunizieren. Durch eine internationale Zusammenarbeit könne Problemen vorgebeugt werden und Turbolenzen besser begrenzt werden. Jedes Land stehe vor ganz eigenen Herausforderungen, deren Ausgang sich auf das Geschehen der Märkte auswirken könne.

Quellen: WirtschaftsWoche / Badische Zeitung / Die Welt

Filed in: IWF, News, Wirtschaft Tags: , , ,

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