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Der USA-Erfolg der Telekom beschert nicht nur Optimismus

Der Konzernchef Timotheus Höttges kann bei der Vorlage seiner ersten Jahresbilanz ein kleines Plus verkünden. Angetrieben wurde 2013 vom USA-Geschäft, das aber langfristig eher wenig Aussichten auf Erfolg hat.

Quelle:flickr.com/ Felix Montino CC BY-SA 2.0 DE

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Das Mobilfunkgeschäft in den USA verbessert das Konzernergebnis und bringt die Telekom zum ersten Mal seit Jahren wieder in die Gewinnzone. Auch der Umsatz legte nach langem Schrumpfen um 3,4 Prozent zu. In Zukunft sind allerdings hohe Summen für den Ausbau des Netzes geplant .

Insgesamt konnte T-Mobile auf dem US-Markt 4,4 Millionen neue Kunden gewinnen und zwängte mit ihrem aggressiven Vorgehen den den großen drei Konkurrenten neue Spielregeln auf. Für AT&T, Verizon und Sprint hat der T-Mobile-Chef John Legere öffentlich nur Hohn und Spott übrig. Allerdings wird es für den Newcomer schwer, denn für die Frequenzen und den Netzausbau sind Investitionen in Milliardenhöhe nötig.

Der deutsche Markt und der Kundenschwund

Insgesamt konnte die Telekom den seit 2009 anhaltenden Kundenschwund erstmals auf unter eine Million drücken. Besonders bei Breitbandanschlüssen entscheiden sich viele Neukunden für TV-Kabelnetzbetreiber, deren Übertragungsraten höher und Tarife häufig günstiger sind. Der Anteil der Telekom am Breitbandmarkt ist auf 43 Prozent gefallen, dagegen konnte der Konzern als einziger Anbieter am Markt seinen Anteil am Mobilfunkmarkt ausbauen.

Die Tochter T-Systems bleibt vorerst eine Baustelle, weil die Gewinnmarge von rund 2,8 Prozent noch weit unter der Konkurrenz liegt. Auch der Auftragseingang ging um 5,5 Prozent zurück. Diese Kennzahlen sind besonders für Anleger interessant. Sie spiegeln die Fähigkeit künftige Zinsen und Dividenden zu zahlen, wobei Höttgens bereits eine Dividende von 50 Cent in Aussicht gestellt hat. Nach der Vorlage der Jahreszahlen rutsch der Kurs der Aktie aber dennoch um über vier Prozent.

Vielleicht ein Pyrrhussieg in den USA?

Es ist nicht allzu lange her, da hatte die Telekom ihren US-Ableger an AT&T verkaufen wollen und ist an den Regulierungsbehörden gescheitert. Die damalige Begründung erweist sich nun als wahr, denn die zusätzliche Konkurrenz für die drei amerikanischen Anbieter hat dem Wettbewerb geholfen. Die Behörden sehe sich bestätigt in ihrem Urteil und es stellt sich die Frage, ob T-Mobile den bisherigen Erfolg auch in Zukunft haben wird. Denn um mit den Schwergewichten um den Netzausbau zu konkurrieren fehlt es an Kapital.

Quellen: Die Welt / Handelsblatt

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