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Deutsche Bahn verlangt noch mehr Schadensersatz von ThyssenKrupp – Schienenkartell geht in die zweite Runde

Die Deutsche Bahn will eine weitere Schadensersatzforderung an ThyssenKrupp richten. Das sogenannte Schienenkartell geht somit in die zweite Runde. Dieses Mal geht es um eine zweistellige Millionensumme.

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Da ThyssenKrupp am Schienenkartell enorm beteiligt war, fordert die Deutsche Bahn jetzt einen weiteren Schadensersatz von diesem Unternehmen. Diese wird sich vorraussichtlich in einer zweistelligen Millionensumme bewegen. Im November 2013 ging es lediglich um die direkte Lieferung von ThyssenKrupp an die Bahn. Durch dritte Firmen enstand bei der Deutschen Bahn aber einer zusätzlicher Schaden, so dass weitere Ansprüche geltend gemacht werden können. Die Bahn verlangt somit einen weiteren Schadensersatz in zweifacher Millionenhöhe. Zurzeit will sich die Bahn aber noch nicht zu diesen Aussagen äußern, eine Widerlegung dieser wurde aber bisher auch noch nicht bekannt gegeben.

Andere Stahlfirmen und ThyssenKrupp haben in der Vergangenheit jahrelang die Kosten für Weichen und Bahnschienen untereinander abgesprochen. Neben der Deutschen Bahn wurden so auch Privat-, Nahverkehrs-und Industriebahnen schlichtweg übers Ohr gehauen. Ein Bußgeld von 192 Millionen Euro wurde hier bereits vom Kartellamt geltend gemacht. Im November letzten Jahres fand außerdem eine erste Einigung zwischen der Deutschen Bahn und ThyssenKrupp statt. Durch einen Vergleich einigte man sich hier auch eine Zahlung von 160 Millionen Euro.

Indirekte Schieneneinkäufe – Schadensersatzansprüche

Anscheinend ist der Anspruch auf Schadensersatz aber hier noch nicht beendet. So hatte die Deutsche Bahn nicht nur direkt bei ThyssenKrupp Schienen eingekauft, sondern auch Drittfirmen genutzt. Diese Unternehmen hatten ihre Gleismaterialien aber auch vorab bei ThyssenKrupp erworben und die Kosten dann einfach an die Bahn weitergegeben. Somit vermutet die Bahn auch hier eine Absprache beim Preis, so dass ein weiterer Schadensersatzanspruch durchaus rechtens wäre.

Ein Sprecher von ThyssenKrupp sagte hierzu, dass noch kein weiterer Anspruch bei ThyssenKrupp angekommen wäre. Auch aus dem sogenannten Privatmarkt wurden die Ansprüche zwar bereits angekündigt, weitere Maßnahmen aber bisher noch nicht eingeleitet. Zudem wurden in diesem Kartellverfahren auch Bauunternehmen erfasst, diese sind ebenfalls Opfer des sogenannten Schienenkartells geworden. In diesem Zusammenhang soll ThyssenKrupp aber bereits Risikovorsorge durch Rückstellungen getroffen haben.

Von 2001 bis 2011 arbeitete das Schienenkartell. In diesen 10 Jahren gab die Deutsche Bahn umfangreiche Gleisaufträge an dritte Firmen weiter. Darunter befanden sich auch Verkehrsprojekte Deutsche Einheit. Dabei flossen gleich 15 Milliarden Euro bis Ende 2011 in die Schienenprojekte. (Quelle: rp-online.de/RP)

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Bildquelle oben: Fotograf©Ich-und-Du/PIXELIO

Bildquelle unten: Fotograf©Marc Tollas/PIXELIO

Filed in: News, Wirtschaft

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