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Keine Entspannung am US-Arbeitsmarkt

Die Chefin der US-Notebank Federal Reserve (FED) Janet Yellen will den Arbeitsmarkt weiter stützen. Ein weiteres Zurückfahren der Wertpapierkäufe durch die FED wird es vorerst nicht geben.

Quelle:flickr.com/ photologue_np CC BY-SA 2.0 DE

FED stütz weiter den US-Arbeitsmarkt. Quelle:flickr.com/ photologue_np CC BY-SA 2.0 DE

Obwohl sich der amerikanische Arbeitsmarkt auf einem guten Kurs befindet, möchte Yellen die Hilfen für die US-Wirtschaft nicht weiter zurückfahren. Auf der ersten öffentlichen Rede seit ihrem Amtsantritt sagte sie in Chicago, dass die Auswirkungen der vergangenen Rezession noch nicht verschwunden seien. An der Wall-Street hört man diese Botschaft gern, denn es beflügelte die Käufe bis Börsenschluss. Yellen verdeutlichte, dass es sich bei der Verringerung der monatlichen Anleihekäufe nicht um eine Straffung der Geldpolitik handle.

Diese Einschätzung teile auch der Großteil der Notenbanker, die sich unter dem ehemaligen Vorsitzenden Ben Bernanke noch im Dezember letzten Jahres für ein Zurückfahren der Anleihekäufe ausgesprochen hatten. Seit dem wurden diese um 30 Milliarden Dollar auf 55 Milliarden reduziert. Yellen hingegen betonte, dass über die Anhebung des Leitzinses erst spekuliert werden soll, wenn die Anleihekäufe gänzlich eingestellt wurden. Ein Zeitfenster nannte sie nicht.

Eine gefühlte Erholung oder doch noch Rezession

Nach den Einschätzungen der FED kämpfe der Arbeitsmarkt noch immer mit den Auswirkungen der Krise. Deshalb müsse eine Geldpolitik den Aufschwung fördern, bis mehr Menschen einen Job gefunden hätten. Die jüngsten Zahlen zur Arbeitslosenquote seien nicht so rosig wie vermutet, da sich der Anteil der Teilzeitangestellten vergrößert habe. Von einer Vollbeschäftigung könne noch lange keine Rede sein, so Yellen.

Künftig sollen die Erwerbsrate nicht mehr alleiniges Kriterium für eine mögliche Zinserhöhung sein. Darüber hinaus soll die, von der FED vorgegebene, Inflationsrate von 2 Prozent mit auschlaggebend sein. Mit der derzeitigen Rate von 1,1 Prozent liegt eine Straffung der Geldpolitik noch in weiter ferne.

Quellen: NZZ / n-tv / Die Welt

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