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Massiver Stellenabbau: T-Systems streicht tausende Arbeitsplätz

Berlin. T-Systems, die Geschäftskundensparte der Telekom, soll insgesamt 4900 Stellen abbauen. Besonders die Neueinsteiger machen im klassischen Geschäft der IT-Auslagerung ihrer Konkurenz zu schaffen.

Quelle:flickr.com/ brandbook.de CC BY-SA 2.0 DE

Stellenabbau bei T-Systems. Quelle:flickr.com/ brandbook.de CC BY-SA 2.0 DE

Die ersten Gerüchte um Stellenstreichungen wurden von Telekom-Vorstand Reinhard Clemens nicht bestätigt. Doch nun wurden Zahlen veröffentlicht, die für die Belegschaft nicht gutes Verheißen. Mit ca. 2.700 Beschäftigten in 2014 und 2.200 bis Ende 2015 würden damit über 16 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland das Unternehmen verlassen. Es erleichtert wenig, dass die Gewerkschaften anfang des Jahres noch von 6.000 Mitarbeitern ausgingen.

T-Systems ist das Sorgenkind der Konzerns und verdient derzeit kaum Geld. Doch das Geschäftsmodell soll sich ändern und wird, so Clemens, auf Geschäftsfelder mit höheren Renditen und einem größeren Wachstum ausgerichtet. Das klassische Outsourcing soll um cloud- und plattformbasierte Dienstleistungen erweitert werden, ganz im Zeichen der Digitalisierung. Plan ist es, die Umsätze zu steigern und den verbliebenen Mitarbeitern einen sicheren Job zu schaffen.

Sozialverträglicher Personalabbau bei T-Systems

Die Gewerkschaften nehmen diese Entwicklung in die anstehenden Tarifverhandlungen und fordern neben 5,5 Prozent mehr Lohn auch einen Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen. Ein Sprecher der Telekom betonte, dass die Kürzungspläne sozialverträglich gehalten werden. Die Betriebsversammlung sei bereits über die Sparpläne unterrichtet und mit den Betriebsräten würden bereits Verhandlungen über die Umsetzung geführt. Gewerkschaften hatten zuvor bereits vor einem “massiven Kahlschlag” gewarnt.

Ein Hautpgrund für den Umbau ist die Konkurrenz im IT-Auslagerungsgeschäfts. Nicht nur die großen der Branche, wie IBM und Hewlett-Packard, bieten Unternehmen Lösungen um Computer, Netzwerke und Telefonanlagen zu betreiben. Auch Neueinsteiger wie die indische Firma Tata drücken die Bilanz von T-Systems, die seit 2008 rote Zahlen schreibt.

Quellen: FAZ / Spiegel Online / Focus

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