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Mitgliederschwund beim ADAC: Was die jüngsten Skandale für den größten Club Deutschlands bedeutet

Genug ist genug. So könnte wohl das Urteil der Mitglieder des ADAC ausgefallen sein, die ihre Verträge kündigen. Ein Unternehmen mit 18,99 Millionen Mitgliedern verarbeitet im Jahr zehntausende Kündigungen, doch in diesem Januar liegt die Zahl deutlich höher.

Zuerst ging es um den Betrug bei deutschlandweiten Umfragen zum Lieblingsauto der Deutschen, dann um Dienstreisen mit dem Rettungshubschrauber und zuletzt um die Villa für den Chef des ADAC. Nun verzeichnet der Allgemeine Deutsche Automobilclub einen enormen Anstieg an Kündigungen. Im Januar kündigen rund 51.800 Menschen ihre Mitgliedschaft, bis zum 31.1 diesen Jahres waren es aber bereits 66.200 Kündigungen, also gut 15.000 mehr. Rund 55.000 Kündigungen seinen noch unbearbeitet, normalerweise seien es um diese Jahreszeit rund 10.000.

In 2013 sei noch ein Zuwachs an Mitgliedern von rund 528.000 zu verzeichnen gewesen. Doch selbst der Vereinspräsident Peter Meyer sagte Günther Jauch im ARD am Sonntag, der ADAC sei “tief betroffen von den Skandalen. Wir liegen wirklich am Boden.” Meyer versprach, dass für die Vereinsführung nur eine “komplette Aufklärung” in Frage komme. Ob das den Mitgliederschwund abreißen lässt, steht in Frage.

Die Zukunft scheint nicht rosig für den ADAC

Meyer hatte auf der Bilanzpressekonferenz im Juni 2013 von einem schwächeren Mitgliederzuwachs gesprochen. Unter anderem wurden so die ersten Beitragserhöhungen seit 10 Jahren gerechtfertigt. Weitere Gründe seien die angestiegenen Kosten und der Ausbau der Leistungen. Faktisch lag die Entwicklung nur knapp unter dem Vorjahr. 556.000 Mitglieder waren es in 2012, also nur 28.000 mehr als in 2013.

Doch diese Zahlen dürften in 2014 deutlich anders aussehen. Zwar wurden vom ADAC Vermutungen über Millionen Austritte dementiert, doch wirft die jetzige Entwicklung bereits einen Schatten auf die Zuwachszahlen. Welche Skandale wohl noch in der angekündigten kompletten Aufklärung zu Tage gefördert werden, bleibt abzuwarten.

Quellen: Spiegel Online / Die Welt / Focus

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