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Siemens plant Umbau und legt Zahlen vor

Das Münchner Unternehmen wird sich stärker auf den Bereich Energietechnik setzen und plant Zukäufe und Stellenabbau. Die Übernahme der Energie-Sparte Alstoms könnte gut in das Konzept von Siemens passen.

Quelle:flickr.com/ surber CC BY-SA 2.0 DE

Siemens plant Umbau und Übernahmen. Quelle:flickr.com/ surber CC BY-SA 2.0 DE

Joe Kaeser verkündet nach der gestrigen Aufsichtsratssitzung, wie er die Zukunft von Siemens sieht. Der Umbau des Konzerns und die Fokussierung auf die Energietechnik sind beschlossen, die bisherige Struktur wird bis Ende des Jahres umgestaltet. Einsparung im Personalwesen und weiteren Bereichen sollen eine Milliarde Euro einsparen. “Die Siemens AG wird sich künftig entlang der Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung aufstellen”, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns.

Für den zukünftigen Fokus auf Energietechnik bewilligte der Aufsichtsrat den Kauf des Gasturbinen- und Kompressorengeschäfts von Rolls-Royce für rund 950 Millionen Euro. Aus der Medizintechnik soll darüber hinaus als eigenständiges Unternehmen die Hörgeräte-Sparte ausgegliedert und an der Börse platziert werden. Die restlichen Teile verbleiben im Unternehmen.

Die Zeichen stehen auf Übernahme

In das zukünftige Konzept könnte auch die Übernahme der Energiesparte des französischen Konzerns Alstom gut passen. Der Technologie-Riese erwirtschaftet 70 Prozent seines Umsatzes im Energiebereich und ist der Hersteller des prestigeträchtigen Hochgeschwindigkeitszuges TGV. Geplant ist ein Tausch zweier Sparten. Siemens möchte die Energie-Sparte und ist bereit die eigene Produktion von ICE -Zügen an Alstom abzugeben. Damit könnten zwei europäische Schwergewichte im Energie- und Transportbereich entstehen.

Derzeit prüft Siemens die Zahlen Alstoms und muss sich gegen Angebot von General Electric (GE) duchsetzen. Das amerikanische Unternehmen ist bereit zwölf Milliarden Euro für die Energie-Sparte zu zahlen, der Alstom-Vorstand hatte sich jüngst für dieses Angebot ausgesprochen. Im Weg stehen die Politik und die Regulierungsbehörde AFP. Denn in der französischen Regierung fürchtet man um Stellenabbau und um den Verbleib der TGV-Produktion, ginge der Zuschlag an GE.

Quellen: Die Welt / Handelsblatt / n-tv

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