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Weibo plant Börsengang: Twitter Konkurrent möchte 500 Millionen Dollar einnehmen

Der Konkurrent des bekannten Kurznachrichtendienstes will an der US-Börse platziert werden. Damit könnte die Aktiengesellschaft vom Mutterkonzern Sina unabhängig werden, der derzeit vor der Online-Handelsplattform Alibaba den größten Anteil hält.

Quelle:flickr.com/ bfishadow CC BY-SA 2.0 DE

Weibo plant Börsengang in den USA. Quelle:flickr.com/ bfishadow CC BY-SA 2.0 DE

Wenn es nach Weibo geht, dann ist es ein Börsengang, bei dem 500 Millionen Dollar herausspringen sollen. Einen entsprechenden Antrag hatte das Unternehmen bei der US-Börsenaufsicht SEC gestellt, sich aber noch nicht dazu geäußert, ob es an der Technologiebörse Nasdaq oder an der NYSE gehandelt werden möchte. Weibo wurde 2009 gegründet und verdreifachte seine Einnahmen in 2013 auf 188 Millionen Dollar. Ebenso wie Twitter macht das Unternehmen Verluste, bis Dezember vergangenen Jahres lagen diese bei 274,9 Millionen Dollar.

Weibo ist das chinesische Pendant zu Twitter und besitzt aktuelle rund 129 Millionen aktive Nutzer, die am Tag über 100 Millionen Nachrichten versenden. Im Gegensatz zu Weibo spielt die westliche Konkurrenz in China kaum eine Rolle. Die Sprachbarriere und die hohen Anforderungen an Zensurmechanismen versperren ausländischen Nachrichtendiensten den Zugang. Politische Themen die nicht im Einklang mit der Politik stehen oder auch systemkritische Stimmen werden systematisch gefiltert.

Weibo und der Plan von der Börse

Der Börsengang von Twitter im vergangenen Dezember war der größte in der Technologiebranche seit Facebook im Mai 2012. Der Wert der Aktie verdoppelte sich vom Ausgabepreis von 26 Dollar auf aktuell 51,92 Dollar. Ob aber auch Weibo die Zustimmung zum Börsengang erhält und ob sich Aktie wie bei Twitter international platzieren lässt, bleibt abzuwarten. Die starke Einmischung in das Unternehmen durch die Auflagen der chinesischen Regierung zur Zensur könnten Investoren abschrecken. Zumindest eine Expansion des Unternehmens ins Ausland kann wohl ausgeschlossen werden.

Quellen: Focus / Süddeutsche / Heise

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