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Wird VW schon 2014 weltgrößter Autobauer?

Prognosen zufolge könnte der VW-Konzern sein für 2018 erklärtes Ziel bereits in diesem Jahr erreichen. Wachstumsmarkt China und die Konjunktur in Europa könnte für VW 10,1 Millionen abgesetzte PKW und Nutzfahrzeuge bedeuten. An einem Sparprogramm kommt der Autobauer dennoch nicht vorbei, der Erlös pro Auto liegt weit hinter Toyota zurück.

Quelle:flickr.com/Jude Freeman CC BY-SA 2.0 DE

Das aktuelle Wachstum könnte dem VW Konzern bereits 2014 zum weltgrößten Autobauer machen. Quelle:flickr.com/ Jude Freeman CC BY-SA 2.0 DE

Wolfsburg. Das erklärte Ziel des Autokonzerns VW könnte bereits 2014 in greifbarer Nähe liegen. Besonders das wachstumsstarke Geschäft in China bringt den Autobauer auf seinem Kurs der weltgrößte Autobauer zu werden entscheidend näher. Bisher stand dieser Meilenstein als Vorgabe für das Jahr 2018. Nach einer Prognose des Center of Automotive Mangement (CAM) werden im Geschäftsjahr 2014 10,1 Millionen PKW und Nutzfahrzeuge abgesetzt werden.

Damit würden Toyota mit 10,05 Millionen und General Motors (GM) mit 10 Millionen Fahrzeugen erstmals überholt werden. Zusätzlich zu dem hohen Wachstum in China sei die wirtschaftliche Erholung in Europa ein entscheidender Grund für diese Dynamik, erklärt CAM-Leiter Stefan Bratzel. Außerdem würde Toyota in Japan durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer von fünf auf acht Prozent außerordentlich belastet.

Weltweites Wachstum ist absehbar

Weltweit sollen rund vier Prozent mehr PKW verkauft werden, als im Vorjahr. 75,5 Millionen neue Fahrzeuge werden laut Experten verkauft, Wachstumstreiber sind vor allem die USA, Europa und Asien. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hatte bereits im Juli ein hohes weltweites Wachstum prognostiziert. Bei einer Verschärfung der aktuellen Krisen, vor allem im Verhältnis zu Russland, könnte dieser Trend entschieden belastet werden, so das CAM-Institut.

Quelle:flickr.com/Thomas Wensing CC BY-SA 2.0 DE

Trotz hohem Wachstum könnte sich VW für den Bau des Tiguan im Ausland entscheiden. Quelle:flickr.com/ Thomas Wensing CC BY-SA 2.0 DE

Schwäche im VW Kerngeschäft

Die Kernmarke des Konzerns schwächelt bereits seit mehreren Jahren. Der Ertrag im ersten Halbjahr lag bei rund 6,3 Prozent, die Marge bei nur zwei Prozent vor Steuern. Der Chef des VW-Konzerns, Martin Winterkorn, bemängelte schon länger, dass Konkurrent Toyota (8,7 Prozent Rendite) mit weniger Arbeitskräften mehr Geld an einem abgesetzten Auto verdiene. So warb er auf einer Betriebsversammlung im Juli vor knapp 18.000 Beschäftigten für mehr Kostendisziplin.

Sparziel sind fünf Milliarde Euro, die bis 2017 harte Einschnitte für die Mitarbeiter am Wolfsburger Stammwerk bedeuten können. Denkbar ist, so Winterkorn, die zusätzliche Abgabe von Arbeiten an Zulieferer und die Verlagerung des Baus des Modells Tiguan an einen nicht-deutschen Standort. Von VW-Chef selbst wurde die Erreichung dieses Ziels mit „deutlich, wirksam und schmerzhaft“ umschrieben.

Quellen: NDR / Stern / t-online

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Filed in: Allgemein, News, Wirtschaft

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