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Wirtschaft: Medtronic will Mega-Fusion mit Covidien

Mit einem Angebot von rund 31,7 Milliarden Euro will der US-Konzern Medtronic seine Sortiment erweitern und den Unternehmenssitz verlagern. Im Vordergrund stehen mögliche Steuervorteile im europäischen Irland. Eine Reihe weiterer Fusionen im Medizin- und Gesundheitsbereich waren dieses Jahr bereits geplant.

Quelle:flickr.com/ Steve Winton CC BY-SA 2.0 DE

Hersteller von Herzschrittmachern Medtronic plant Kauf von Covidien. Quelle:flickr.com/ Steve Winton CC BY-SA 2.0 DE

Der US-Spezialist im Bereich Medizintechnik Medtronic wird seinen Konkurrenten und Mitbewerber Covidien übernehmen, das teilten Unternehmenssprecher mit. Der Deal des Herstellers von Herzschrittmachern, Herzklappen und Insulinpumpen wird das Sortiment um chirurgische Instrumente und Produkte für Intensivmedizin erweitern. Die Fusion der Unternehmen bringt auch die rund 45.000 Mitarbeiter von Medtronic und 41.000 von Covidien zusammen und wird vermutlich auch zu einem begrenzten Stellenabbau führen.

Für den Kauf wurden 42,9 Milliarden Dollar aufgerufen (31,7 Milliarden Euro), Medronic ist selbst nur mit 61 Milliarden Dollar bewertet. Da die Gespräch bereits weit fortgeschritten sind, wird ein Abschluss im vierten Quartal 2014, bzw. Anfang 2015 erwartet. Doch im Vordergrund der Transaktion steht auch das günstige steuerliche Umfeld der Irlands, dem Heimatland von Covidien. Seit dem 60er Jahren lockt die grüne Insel US-Unternehmen mit Steuervorteilen, mit denen Medtronic auch dem steigenden Kostendruck in der Gesundheitsbranche begegnen möchte.

Medtronic steht nicht alleine mit Übernahmeplänen

Jüngst gab es eine Serie weiterer Unternehmenskäufe im Pharmabereich, denen ähnliche Motive unterstellt werden. So hatte Ende April 2014 der US-amerikanische Medizinkonzern Zimmer Holdings, Hersteller von künstlichen Hüft- und Kniegelenken, für eine Summe von 13,35 Milliarden Dollar den Konkurrenten Biomet übernommen. Nach Unternehmensangaben wird Zustimmung der Regulierungsbehörden voraussichtlich im ersten Quartal 2015 erfolgen.

Der US-Konzern Pfizer hingegen war mit seinem rund 120 Milliarden Dollar Gebot für das britische Unternehmen AstraZeneca gescheitert. Auch hier sollte der Unternehmenssitz für Steuerersparnisse nach Europa verlagert werden.

Quellen: n-tv / Handelsblatt / DMN

Unternehmensseiten: Medtronic

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