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Yahoo kauft Blink und schließt dessen Messaging-Dienst

Yahoo-Chefin Marissa Mayer kauft Blink und folgt damit dem Trend der Konkurrenz. Gerade Messaging-Dienste versprechen neue Nutzer und enorme Mehreinnahmen auf mobilen Geräten.

Quelle:flickr.com/ Yahoo Inc CC BY-SA 2.0 DE

Yahoo kauft den Messaging-Dienst Blink. Quelle:flickr.com/ Yahoo Inc CC BY-SA 2.0 DE

Der Internetpionier Blink wurde erst knapp vor einem Jahr gegründet und verschwindet schon wieder vom Markt. Die Yahoo-Chefin Marissa Mayer ließ über den Newcomer bekannt geben, dass dieser von ihrem Unternehmen übernommen wird, der genaue Kaufpreis und alle weiteren Details blieben bislang aber vertraulich. Mit dem Messaging Dienst lassen sich Mitteigungen versenden, die nach eine vom Sender festegelegten Zeit wieder gelöscht werden. So finden sich nach offiziellen Angaben von Blink nach dem Löschen keine Hinweise mehr auf die urpsrüngliche Nachricht, versendete Bilder oder Tonaufnahmen.

Blink selbst ist ein Produkt von Meh Labs, ein von den zwei früheren Google-Mitarbeitern Kevin Stephnes und Michelle Norgan gegründetes Unternehmen. Die iOS und Android Apps werden geschlossen und alle sieben Mitarbeiter wechseln zu Yahoo. Dort soll an einem “intelligenten Kommunikationsprodukt gearbeitet” werden, so ein Sprecher von Yahoo im Interview mit Cnet. Man glaube an “Ehrlichkeit und Spontanität” der online Gemeinschaft und möchte den Geist von Blink bei Yahoo einbringen.

Blink & Co. sind bei Internetriesen beliebt

Erst vor drei Jahren hatte Facebook knapp drei Milliarden Dollar für Snapchat geboten, den größeren Konkurrenten von Blink. Dieser Messaging-Dienst lockte viele Nutzer mit dem Versprechen, die versendeten Nachrichten und Inhalte würden nach kurzer Zeit gelöscht. Nun steht er in der Kritik der Federal Trade Commission (FTC), weil unter anderem dieses Versprechen nicht eingehalten werde. Ob Blink einer Prüfung durch die FTC standhalten würde oder ob nicht auch wie beim Konkurrenten Apps von Drittanbietern sowie Screenshots die geteilten Inhalte kopieren könnte, ist fraglich.

Yahoo wie auch Facebook versprechen sich durch Zukäufe von Messaging-Diensten neue Nutzer und erhebliche Mehreinnahmen auf mobilen Geräten, wie Smartphones und Tablet-Computern. Experten sehen Yahoo in einer Aufholjagt um verloren Boden gegenüber der Konkurrenz wieder gut zu machen. Im Februar hatte Faebook den Messaging-Dienst WhatsApp für 15 Milliarden Dollar übernommen. Die Einkaufstour von Yahoo-Chefin Mayer könnte also durchaus noch weitergehen.

Quellen: n-24 / Golem.de / cnet

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